Warmes, erdiges Rotbraun – roter Aragonit trägt die Farbe von Terrakotta und trockener Erde in sich und wirkt bodenständig, stabilisierend und beruhigend. Mineralogisch ist Aragonit ein Calciumcarbonat (CaCO₃) – chemisch identisch mit Calcit, kristallisiert jedoch im orthorhombischen System und ist damit ein eigenständiges Mineral (eine sogenannte Polymorphie). Die rotbraune Färbung geht auf feine Eisenoxid-Einlagerungen zurück. Roter Aragonit wächst häufig in charakteristischen, verwachsenen Kristallgruppen. Mit einer Mohshärte von 3,5 bis 4 ist er etwas härter als Calcit, zählt aber weiterhin zu den empfindlicheren Mineralen. In der überlieferten Steinkunde gilt roter Aragonit als erdender Stein des Wurzelchakras; ihm wird zugeschrieben, innere Ruhe, Stabilität und Konzentration zu fördern und in stressigen Phasen zu zentrieren. Diese Zuschreibungen entstammen der Kristallkunde und sind wissenschaftlich nicht belegt. Als carbonatisches Mineral reagiert Aragonit empfindlich auf Säuren, Druck und Wasser bitte trocken aufbewahren, nicht im Ultraschallbad reinigen und dauerhaftes Sonnenlicht meiden, um die Farbe zu erhalten.