Über achtzig Jahre alte, wurzelechte Reben in sandigen Böden auf der Halbinsel Sant'Antioco — der Arruga von Sardus Pater kommt von einer Herkunft, die es so kaum noch gibt. Tiefes Kirschrot mit granatroten Reflexen, ein intensives Bouquet aus reifen Pflaumen und Blaubeeren. Ein sardischer Rotwein mit Konzentration und Tiefe.Auf Sardinien, im Süden der Insel, wachsen die Trauben für diesen Wein. Er trägt die Klassifikation Carignano del Sulcis DOC — Denominazione di Origine Controllata, die kontrollierte Herkunftsbezeichnung des Gebiets. Erzeuger ist Sardus Pater; gekeltert wird er sortenrein aus Carignano, bei fünfzehn Prozent Alkohol.Sechzehn Monate Barrique und weitere zwölf Monate Flaschenreife geben dem Wein seine elegante Struktur und die ausgewogene Holznote. Zu den dunklen Früchten treten mediterrane Kräuter, Wacholder, eine rauchige Nuance, Tabak und dunkle Schokolade. Am Gaumen warm und trocken, mit sanften, runden Tanninen und einem langen, balsamischen Abgang mit mineralischem Touch.Lamm ist die naheliegende Verbindung, Wild die kräftige; Schmorbraten, gereifter Pecorino und würzige Pastagerichte passen ebenso gut dazu. Bei sechzehn bis achtzehn Grad servieren und die Flasche etwa eine Stunde vorher öffnen. Wir empfehlen ihn allen, die Sardinien bisher nur als Urlaubsziel kennen.Acht bis zehn Jahre Reifepotenzial nach der Lese stecken in dieser 0,75-Liter-Flasche — ein Jahrgang 2013 steht damit gut im Futter. Wir empfehlen ihn für Abende mit kräftiger Küche. Man könnte ihn weiterlagern. Er gewinnt dabei zwar an Komplexität, ist heute aber schon vollständig da.