Beschreibung In „Farbsymphonie“ verschmilzt Farbe zu Klang. Blau, Violett und Lichtgold treten in einen leisen Dialog – wie Töne, die sich zu einer Melodie verweben, die man nicht hört, sondern fühlt. Das Werk ist ein sinnlicher Moment zwischen Materie und Geist, geschaffen in Ri Meusers unverwechselbarer Mono-Sgraffito-Technik, bei der Schicht um Schicht von Pigmenten aufgetragen, abgetragen und neu verdichtet wird – bis die Oberfläche zu leben beginnt. Die Künstlerin komponiert hier kein Abbild der Welt, sondern ihr inneres Echo. Aus der Dunkelheit wächst Leuchten, aus Bewegung entsteht Ruhe – und irgendwo im Zentrum scheint ein Auge zu erwachen, ein Blick ins Unendliche. Die „Farbsymphonie“ ist kein statisches Bild, sondern eine Erfahrung: ein Schweben im Zwischenraum von Erde und Kosmos. Entstanden 2006, steht dieses Werk exemplarisch für Ri Meusers späte Phase, in der sie die Grenzen zwischen Malerei, Musik und Philosophie auflöst. Ihre Farben sind keine Flächen – sie sind Energien, die miteinander klingen. „Farbsymphonie“ ist ein stilles Konzert aus Licht, Tiefe und Gefühl – ein Werk, das nicht gesehen, sondern erlebt werden will.