Verwendung Chipotle entfaltet sich in Fett und Flüssigkeit. In Saucen und Schmorgerichten gehört er früh hinein, damit sich Rauch und Schärfe verteilen. Als Rub kommt er trocken aufs Fleisch, gern mit etwas Salz und Zucker kombiniert. Sparsam beginnen: Die Schärfe liegt im mittleren Bereich, baut sich aber auf und wirkt nach. Ein Teelöffel reicht für einen Topf für vier Personen. Klassisch in Chili con Carne, Barbecue-Saucen, Bohnentöpfen, Marinaden für Pulled Pork. Auch in Mayonnaise oder Joghurt als Dip, an Ofengemüse, über Mais und Süßkartoffeln. Gut zu wissen 70 g in der wiederverschließbaren Blechdose. Zwei Zutaten: Jalapeño und Rauch — sonst nichts, kein Salz, kein Aroma, kein Füllstoff. Fertig gemischt findet sich derselbe Chipotle in unserem Magic Dust und in der Biermarinade. Wer die Rauchnote von dort kennt und sie selbst dosieren will, ist hier richtig. Trocken lagern. Herstellung Ein Chipotle ist kein eigenes Chili, sondern ein Zustand: reife rote Jalapeños, die über Holzrauch getrocknet werden. Hier geschieht das über Mesquite — ein Holz aus Mexiko und dem Südwesten der USA, das kräftiger raucht als Buche oder Eiche. Der Rauch kommt also aus dem Trocknungsprozess selbst und nicht aus einem zugesetzten Aroma. Das ist der aufwendigere Weg und der einzige, bei dem Rauch auch im Nachgeschmack Rauch bleibt. Die Chilis stammen aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose. Geschmack Rauch zuerst, Schärfe danach — in dieser Reihenfolge nimmt man einen Chipotle wahr. Der Mesquite-Rauch ist tief und leicht süßlich, nicht so scharfkantig wie Buchenrauch. Die Schärfe der Jalapeño liegt im mittleren Bereich: deutlich spürbar, aber weit entfernt von den scharfen Sorten. Sie kommt langsam und bleibt lange, was sie für lang gekochte Gerichte geeignet macht. Dazu eine fruchtige Note, die vom getrockneten Chili selbst kommt und an Dörrpflaume erinnert. Diese Fruchtigkeit ist der Grund, warum Chipotle in Barbecue-Saucen so gut funktioniert, wo Süße und Rauch ohnehin zusammenkommen.