Man mag vom Amarone halten was man will, aber er gehört zweifelsfrei zu den ganz großen Weinen Italiens. Um die intensive Aromatik und den hohen Alkoholgehalt zu erreichen, werden die Trauben mit Hilfe des sogenannten Appassimento-Verfahrens getrocknet und im Anschluss gepresst, vergoren und für ungefähr vier Jahre in unterschiedlichen Holzfässern gereift. Und im Ergebnis haben wir dann - trotz der selben Rebsorten wie im klassischen Valpolicella - einen Wein, der mit tiefen, dunklen Aromen schwarzer Früchte, Datteln, Kaffee und Röstaromen verzaubert, am Gaumen aber trotz Fülle, Dichte und einer gewissen Süße dennoch ausreichend Gerbstoff und Säure mitbringt um nicht pappig oder klebrig daherzukommen. Sicher ein Wein, der vor allem in den kühlerer Monaten zu gefallen weiß. Sollte jemand von euch mal auf die Idee kommen, einen Amarone bei 40 Grad am Strand zu trinken, freuen wir uns sehr über Erfahrungsberichte. Über das Weingut Das Weingut Fidora aus Venetien hat bereits 1974 beschlossen auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten und sich auf den Weg hin zu einem naturnahen Weinanbau zu machen. Guido Fidora vertraute dabei vor allem seiner Intuition, nicht zuletzt deshalb, weil es - anders als heute - keine Lehrbücher, Berater*innen oder Vereinigungen gab, die ihn bei diesem Weg unterstützten. Auch sein Sohn und sein Enkel sind diesen diesen Weg weitergegangen und das Weingut ist ein tolles Beispiel dafür, dass Naturwein eben nicht bedeuten muss, dass es nur um hippe Etiketten und wilde, trübe Weine geht. Aber die Diskussion führt an dieser Stelle wirklich zu weit. Land Italien Region Venetien Rebsorte(n) Corvina/Corvinone/Rondinella Farbe Rot Alkoholgehalt 16% Allergene Sulfite Geschmack Trocken Inhalt 0,75 Liter Hersteller/Inverkehrbringer Az. Agr. Fidora, via Civran – Cona, Venezia / Italy