Beschreibung: „Güldener Vogel“ entfaltet sich als leuchtende Erscheinung zwischen Materie und Licht. In der Silber-Puran-Technik schimmert die Oberfläche in warmen Gold- und Metalltönen, die je nach Blickwinkel changieren und dem Bild eine beinahe atmende Tiefe verleihen. Der Vogel ist nicht naturalistisch dargestellt, sondern wirkt wie ein inneres Zeichen: aus der Fläche hervorgehend, zugleich fragil und kraftvoll. Seine Form scheint weniger gemalt als freigelegt – Spuren, Verdichtungen und feine Übergänge erzählen von Bewegung, von Wandlung und von einer stillen Erhebung. Der goldene Glanz steht dabei nicht für Prunk, sondern für etwas Zeitloses und Inneres: für Schutz, Hoffnung und die Ahnung von Freiheit. Das schmale Hochformat verstärkt den Eindruck des Aufsteigens und macht das Werk zu einer meditativen Bildfigur, die zwischen Erde und Himmel vermittelt.