Heidehonig gibt es nur dort, wo noch echte Naturlandschaft existiert – Moore und Heiden, die in Deutschland immer seltener werden. Jedes Jahr im August, wenn die Lüneburger Heide komplett lila erblüht, brechen wir auf. Eine der letzten großen Wandertrachten der Saison – und nicht jedes Jahr verfügbar. Dafür muss der Juni viel Regen bringen und der Juli sehr warm sein. Die Ernte ist anders als bei jedem anderen Honig: Heidehonig kristallisiert bereits in der Wabe und lässt sich nicht schleudern – man muss die Waben stippen oder direkt auspressen. Das Ergebnis: ein bernsteinfarbener Honig mit grober, gelartiger Konsistenz. Intensiver Geschmack, leicht malzig. Wer ihn einmal probiert hat, versteht sofort, warum er zu den edelsten deutschen Honigen zählt.