Beschreibung „Mutterliebe“ aus den 1980er Jahren ist ein Werk, das in seiner stillen Intensität berührt – ein Sinnbild für Wärme, Geborgenheit und das unsichtbare Band zwischen zwei Seelen. Prof. Ri Meuser von Eschmar erschuf es in ihrer charakteristischen Mono Sgraffito-Technik, einer Methode, die sie selbst über viele Jahre hinweg entwickelte und verfeinerte. Aus einem Nebel aus Gold, Violett und Nachtblau tritt eine Gestalt hervor – eine Frau, deren sanfter Blick und zarte Silhouette von Licht umhüllt sind. Ihr Körper scheint aus Schichten von Farbe und Erinnerung zu bestehen, durchzogen von feinen Gravuren und metallischen Reflexen. Das Kind, kaum sichtbar, verschmilzt fast mit ihr – nicht als eigenständige Figur, sondern als Teil ihrer Aura, als Ausdruck jener Einheit, die Mutterliebe bedeutet. Die Oberfläche lebt: Goldpartikel glimmen, Silber schimmert wie Atem auf Glas, und aus den Tiefen des Dunkels entsteht ein zarter Schein. Jeder Blickwinkel offenbart neue Facetten – so wie auch Liebe in jedem Moment anders leuchtet. Die Mono Sgraffito-Technik verleiht diesem Werk eine fast spirituelle Dimension. Durch das wiederholte Auftragen, Abkratzen und Neu-Lasieren von Pigmenten entsteht eine Schichtung, die Tiefe und Zeit spürbar macht. Das Werk scheint sich zu bewegen, zu atmen – als würde die Liebe selbst sichtbar. „Mutterliebe“ ist kein sentimentales Bild, sondern eine poetische Meditation über Ursprung, Schutz und Nähe. Es erinnert daran, dass wahre Liebe kein Moment, sondern ein Raum ist – ein stilles, leuchtendes Zuhause im Inneren des Lebens.