Verwendung Ganze Nelken gibt man mit ins Gericht und nimmt sie vor dem Servieren wieder heraus — auf jemandes Gabel ist eine ganze Nelke keine Freude. Wer sicher gehen will, steckt sie in eine Zwiebel oder ein Teesieb. Sie brauchen Zeit: In Rotkohl, Sauerbraten oder Fond kommen sie von Anfang an dazu und geben ihr Aroma über die gesamte Garzeit ab. Klassisch in Rotkohl, Sauerbraten, Wildgerichten, Glühwein und Punsch, in Fond und Sud, in Apfelkompott, im Lebkuchenteig. Auch in Currys und in eingelegten Gurken. Gut zu wissen 65 g in der wiederverschließbaren Blechdose, ganze Nelken. Nelken sind extrem ergiebig. Für vier Portionen Rotkohl reichen zwei bis drei Stück; ein halbes Dutzend macht daraus ein Nelkengericht. Dieses Gewürz ist der häufigste Fall von „einmal gekauft, jahrelang benutzt". Ganze Nelken halten ihr Aroma über Jahre, gemahlene verlieren es in Monaten. Trocken und dunkel lagern. Herstellung Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Nelkenbaums, geerntet kurz bevor sie aufgehen. Sie werden von Hand gepflückt und in der Sonne getrocknet — dabei verfärben sie sich von rot zu dunkelbraun. Die Nelken stammen aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose. Geschmack Intensiv süßlich-warm mit einer scharfen, fast medizinischen Note. Dieser Eindruck kommt vom Eugenol, das lange auch in der Zahnmedizin verwendet wurde — daher die Assoziation, die viele beim ersten Riechen haben. Nelken sind durchsetzungsstark und dominieren jedes Gericht, in dem sie zu reichlich vorkommen. Richtig dosiert geben sie dagegen eine Tiefe, die kein anderes Gewürz liefert. Sie verbinden sich besonders gut mit Zimt, Piment und Muskat — die klassische Kombination für alles Weihnachtliche und für Schmorgerichte.