Verwendung Paprikapulver verbrennt schnell und wird dann bitter — das ist der eine Fehler, den man damit machen kann. Deshalb: Pfanne von der Hitze nehmen, Paprika einrühren, sofort mit Flüssigkeit ablöschen. Nie in heißes Fett schütten und stehen lassen. Klassisch in Gulasch, Letscho, Paprikahuhn, ungarischer Kartoffelsuppe. Ebenso in Saucen, an Ofengemüse, in Eierspeisen, in Aufstrichen und Dips, über Kartoffeln. Auch als Farbgeber: Ein Teelöffel färbt eine helle Sauce, ohne den Geschmack stark zu verändern. Gut zu wissen 100 g in der wiederverschließbaren Blechdose, gemahlen. Edelsüß heißt: ohne Schärfe. Die Bezeichnung steht für eine milde, aromatische Qualitätsstufe — im Gegensatz zu rosenscharf, das aus schärferen Sorten und mit Kernanteil hergestellt wird. Paprikapulver ist die häufigste Zutat in unseren Mischungen — vom Pommes Salz über Gulasch bis zum Magic Dust. Wer den Grundton dort mag, findet ihn hier pur. Trocken und dunkel lagern: Paprika verliert seine Farbe im Licht schneller als sein Aroma. Herstellung Reife rote Paprikaschoten werden getrocknet und gemahlen. Für die edelsüße Qualität werden Kerne und Scheidewände weitgehend entfernt — dort sitzt die Schärfe, und ohne sie bleibt die milde Süße des Fruchtfleischs. Der Paprika stammt aus kontrolliert biologischem Anbau; die Kontrollstellennummer steht auf der Dose. Geschmack Mild und deutlich süßlich, mit einer fruchtigen Tiefe und einer ganz leichten Herbheit im Abgang. Schärfe ist keine vorhanden. Der eigentliche Beitrag ist neben dem Geschmack die Farbe: Paprika färbt kräftig rot und macht aus einer blassen Sauce oder einem hellen Fleisch etwas, das appetitlich aussieht. Frisch gemahlener Paprika ist deutlich aromatischer als alter — Farbe und Duft lassen mit den Monaten nach, auch wenn er nicht verdirbt.