Sanguisorba minor Zu den besonders schmackhaften Kräutern, die leider in den vergangenen Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten sind, zählt die Pimpernelle, die auch als „Bibernelle“ oder „Kleiner Wiesenkopf“ bekannt ist. Die bis zu einem Meter hohe, anspruchslose und pflegeleichte Pflanze wächst am Wegesrand oder auf Wiesen, kann aber ebenso problemlos im Garten angebaut werden.Die Pimpinelle bevorzugt einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten. Im Kräuterbeet oder in der Kräuterspirale kann das Würzkraut gut neben Thymian gedeihen. Auch eine Kultur in Töpfen mit lehmigem leicht kalkhaltigem Substrat und ausreichender Drainage-Schicht ist möglich. Die Pimpernelle ist mehrjährig und winterhart. Verwendung Die jungen und zarten Blätter der Pimpinelle können laufend geerntet werden. Die gezackten, runden Blätter sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße. Sie würzen mit ihrem frischen, leicht nussigen Gurkenaroma auch Salate, Kräuterquark und Mayonnaise. Die jungen Blättchen sollten stets frisch verarbeitet und nicht mit gegart werden. Aus den Wurzeln kann ein Tee gewonnen werden, welcher schleimlösend wirkt und bei Husten oder Bronchitis hilft. Pimpinelle hilft bei Sodbrennen, Magenproblemen und kann den Appetit anregen, aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe und Flavonoide wirkt sie entzündungshemmend.