Chianti Classico DOCG von Fattoria Poggerino 100 Prozent Sangiovese aus 100 Prozent Überzeugung! Sucht man in den Weinbergen der Fattoria Poggerino nach internationalen Rebsorten, wird man nur schwer fündig werden. Bis auf einen kleinen Anteil Merlot wächst in den schroffen Galestro-Lagen von Poggerino ausschließlich Sangiovese. Denn Piero Lanza – Eigentümer, Agronom und Önologe – ist voll und ganz von den positiven Eigenschaften der Sangiovese überzeugt. Deshalb findet sich auch im Chianti Classico von Poggerino „solo Sangiovese“ und sonst nichts! Die Weinreben, von denen die Trauben für den Chianti Classico stammen sind ca. 15 bis 25 Jahre alt. Die Trauben werden mit größter Sorgfalt von Hand geerntet und gelangen anschließend für eine Dauer von ca. 35 Tagen und bei einer Temperatur von 28 bis 30 Grad zur Gärung in speziell geformte Zementtanks. Danach reift der „werdende Wein“ in großen Eichenfässern, mit unterschiedlichen Volumen, von 2.000 bis 4.000 Liter. 12 Monate darf der Chianti Classico die Aromen der französischen Eiche in sich aufnehmen, bevor er in Flaschen abgefüllt wird und nochmals acht Monate ruhen und reifen darf. Urlaub & Wein: Die Fattoria Poggerino in Radda in Chianti In einem kleinen Tal, nur wenige Kilometer vom Zentrum Radda in Chianti entfernt, liegt auf einer Fläche von rund 43 Hektar die Fattoria Poggerino. Sanft schlängelt sich die schmale Straße zwischen den Hügeln hindurch, bis man schließlich zur Zufahrt zum Weingut gelangt. Das erste, was man sieht, sind die Gewächshäuser, in denen auf Poggerino Gemüse angebaut wird. Genauso wie beim Wein lautet hier die Devise: Alles bio! Und dass man damit goldrichtig liegt, zeigen nicht nur die zahlreichen Auszeichnungen für die Poggerino-Weine oder die exzellenten Bewertungen von Wein-Magazinen und -Kennern – auch das Bio-Gemüse hat es in sich. Mit einem 849 Kilo schweren Mega-Bio-Kürbis hat Stefano Cutrupi, der sich auf Poggerino um die Gärten kümmert, Italiens größten Kürbis auf Poggerino gezüchtet. Aus diesem Bio-Gemüse zaubert übrigens Benedetta Lanza in dem zum Weingut gehörigen Bed & Breakfast ab und zu ein Abendessen für die Gäste, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Alles in allem ist das Bed & Breakfast auf Poggerino sehr familiär. Die Zimmer sind wunderschön, im typisch rustikal-toskanischen Stil eingerichtet. Hier fühlt man sich einfach wohl – das ist Toskana in Reinkultur. So und nicht anders, stellt man sich Toskana vor! Bio-Rotweine mit dem Plus an Genuss Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass auf der Fattoria Poggerino die „Königin Sangiovese“ regiert: Immerhin wachsen auf 11 von insgesamt 12 Hektar Anbaufläche Sangiovese-Rebstöcke, auf nur einem Hektar Merlot. Daraus resultiert natürlich auch ein Sangiovese-lastiges Sortiment: Da gibt es einerseits mit dem Il Labirinto Toscana Rosso einen leichten und trinkfreudigen Hauswein aus 100 Prozent Sangiovese. Ebenfalls „solo Sangiovese“: der Chianti Classico, die Chianti Classico Riserva mit dem klingenden Namen Bugialla und der Chianti Classico (N)Uovo, der in einem mannshohen, ca. 650 Liter fassenden Ei aus Zement heranreift. Der Primamateria ist der Supertuscan im Sortiment – und damit der einzige Poggerino-Wein, für den im Verhältnis 50:50 Merlot- und Sangiovese-Trauben verwendet werden. Erzeugt werden auf Poggerino darüber hinaus ein Rosato mit dem Namen Aurora, ein Spumante, der ebenfalls aus hundert Prozent Sangiovese gekeltert wird, sowie ein Olivenöl extra vergine. Dass Weinberge und Gärten auf Poggerino nach biologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden, ist für Piero Lanza, den Inhaber von Poggerino eine Selbstverständlichkeit. In der Überzeugung, dass der Wein gut wird, wenn man das Land, den Boden und die Umwelt gut behandelt. Ein toskanisches Weingut mit adeligen Wurzeln Besitzer der Fattoria Poggerino in Radda in Chianti ist das Geschwisterpaar Benedetta und Piero Lanza. Die Mutter von Piero und Benedetta, Contessa Floriana, die aus der alten florentiner Adelsfamilie Prince Ginori Conti stammt, hat das Weingut in den 70er-Jahren von ihrem Vater geerbt. Gemeinsam mit ihrem Mann Fabrizio Lanza hat Floriana im Jahr 1980 begonnen, erstmals unter dem Label von Poggerino einen Chianti Classico herzustellen. Seit dem Jahr 1999 befindet sich das Anwesen nun im Besitz ihrer beiden Kinder Piero und Benedetta. Da Piero Agronom und Önologe ist, kümmert er sich um das Weingut – und zwar vom kleinsten Rebensetzling über die Trauben bis hin zur Flasche. Benedettas Reich ist das Bed and Breakfast. In punkto Organisation und Abwicklung von Reservierungen und Bestellungen werden die beiden von John Spratt unterstützt, der für alle Fragen und Anliegen immer und überall ein offenes Ohr hat.