BildinterpretationEin hochformatiges Werk, das den Pfau als majestätisches Bildmotiv feiert. Links oben ist der Kopf des Pfaues mit einem kleinen Federkämmchen erkennbar, ausgeführt in tiefem Violett und Ocker. Sein Rad – die breite, schwingende Fächerform – breitet sich in Kupfer-, Rost- und Silbertönen nach oben und rechts aus. Im unteren Bildbereich schweben zwei Fische in terrakottafarbenen und goldenen Tönen, als wären sie Teil eines mythischen Unterwasserreichs.Atmosphäre & WirkungDie Verbindung von Pfau und Fischen schafft eine Welt jenseits der gewöhnlichen Naturbeobachtung. Der Pfau steht für Schönheit, Eitelkeit und Transzendenz; die Fische für das Verborgene, das Fließende. Zusammen ergeben sie eine kosmische Bildsprache – Luft und Wasser, Erde und Traum. Das hochformatige Bildfeld wirkt wie ein Ausschnitt aus einer größeren Vision.Hintergrund & Bedeutung„Pfau mit Fischen" entstand in den Jahren 1979–1980, in einer Phase, in der Ri Meuser ihre Sgraffito-Technik zu einem persönlichen Bildkosmos verdichtete. Die archaischen Tiermotive – Pfau, Fisch – verweisen auf eine uralte Bildsprache, weit vor der europäischen Kunsttradition. Dieses kleinformatige Werk zeigt mit großer Intensität, wie viel Ausdruckskraft auf wenig Fläche möglich ist.