Für die DO Weine aus der faszinierenden Region Colares gelten strenge Vorschriften. Wurzelechte Reben Die Rotweine (Tinto) müssen aus der autochthonen Rebsorte Ramisco gekeltert sein. Die Reben müssen wurzelecht sein und auf sandigen Böden stehen. Eben diese sandigen Böden haben die Region seit jeher vor der Reblaus geschützt, sodass es hier weiterhin einen sehr großen Anteil an Reben ohne Unterlage gibt. Ramisco Die Rebsorte Ramisco genießt in Portugal Legendenstatus. Die gereiften Weine sind echte Zeitkapseln in die Vergangenheit. Die Weine sind so haltbar, dass das Weingut immer wieder Schatzkammerweine aus den 1960er Jahren in den Verkauf gibt. Mit ihrem prägnanten Tanningerüst und ihrer Säurestruktur kann Ramisco etwas an Nebbiolo erinnern. Dazu kommt hier allerdings ein prägnant maritimer Einschlag. Die Reben stehen hier schließlich in unmittelbarer Schlagdistanz zum Atlantik. Vinifikation Nach der Handlese und dem vollständigen Entrappen startet die ausgedehnte Mazeration der Beeren. Eine lange Mazeration ist hier essentiell um Aromastoffe, Tannine und Farbstoffe (sog. Anthocyane) aus den Beerenhäuten zu extrahieren. Augebaut werden die Weine in großen, gebrauchten Holzfässern. Atlantisches Profil Das Ergebnis ist ein wahnsinnig komplexer, eher feingliedriger Rotwein. Der maritime Einfluss ist stets präsent. Sauerkirsche und rote Johannisbeere werden ergänzt durch Herbstlaub, Jod und florale Komponenten. Am Gaumen zeigt sich die für Rotweine aus atlantischen Regionen so typische Säurestruktur. In Kombination mit dem ausgeprägten Tanningerüst entsteht ein überaus haltbarer Rotwein, der genau wie seine Vorgänger Potential für viele Jahrzehnte verspricht.